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Wie die Wein- und Opbstpresse funktionert - eine Übersicht
8 Okt 2017 9:22
Weinpresse



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Aufbauanleitung
Bedienung der Presse
Die Presse - so funktionierts
Fotos des Prototyps
Liste der Teile (BOM)

Die Presse basiert auf dem Gedanken dass im Heizungsbereich Duckausgleichsbehälter aus einem Metallkessel  mit Gummimembran zwischen den zwei Behälterhälften existieren. Die Membran ist relativ kräftig, damit diese den sich dem durch Wärmeausdehnung entstehenden Druck standhalten kann. Normalerweise sind diese Behälter auf einer Seite mit Stickstoff gefüllt. Die andere Seite ist normalerweise mit dem Heizungswassersystem verbunden. Dehnt sich das Wasser durch Erwärmung aus, so fließt es in den Behälter ein und der Stickstoff hinter der Menbran wird weiter komprimiert.
Bei der Presse wird nun die Druckluftseite des Behälters als Pressgutraum verwendet, wobei dieser auf der oberseite liegt. Auf der Gegenseite (normalerweise das Heizungssystem) wird über einen einfachen Gertenschlauch Wasser über den Leitungsdruck in den Behälter gelassen. Der Leitungsdruck hebt nun die Membran und da von oben der Pressgutraum mit einem innenliegenden Deckel verschlossen wurde, wird das Pressgut so weit gequetscht, bis der Saft aus den Löchern im oberen Bereich der Presse austritt, am Kesselrand herunterläuft und vom Sammelring aufgefangen wird. Das wird so lange fortgeführt, bis der maximale Betriebsdruck erreicht ist und das Pressgut die meiste Flüssigkeit verloren hat. Ganz ohne Anstrengung, durch öffnen des Wasserhahns wird so ein wesentlich höherer Pressdruck erreicht, als es eine Spindel bei einer handelsüblichen Presse vermag. Nach dem Pressvorgang wird das Wasser aus dem unteren Teil des Behälters gelassen, der Trester fällt nach unten und kann von Hand ausgeräumt werden. Das anfallende (saubere) Abwasser kann weiter verwendet werden zur ohnehin notwendigen Reinigung.

Achtung: Die Presse keinesfalls mit Druckluft betreiben - Löst sich dabei ein Teil wird dieses mit hoher Geschwindigkeit beschleunigt und wird zum Geschoß. Bei Wasser ist kein großes Risiko vorhanden, da dieses sich nicht komprimieren lässt und so keine Explosionsgefahr besteht. Maximal kann sich die Presse selbst zerstören.



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