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Wie die Presse gebaut wird in einer kurzen Anleitung
8 Okt 2017 9:07
Weinpresse



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Fotos des Prototyps
Liste der Teile (BOM)

Ein Druckausgleichsbehälter mit 50 L Fassungsvermögen ist neu bereits ab ca. 60 Euro zu haben und damit schon das teuerste Teil. Zuerst wird aus der Stahlplatte ein ovaler Ring gesägt, der danach entsprechend  der Behälterwand gebogen und angepasst wird. Die Biegearbeit habe ich von Hand unter Zuhilfenahme eines Schraubstocks und Rollgabelschlüssels Stückchen für Stückchen vorgenommen. Liegt der Ring überall gleichmäßig auf der Behälteroberseite flach auf, wird das Loch mit Bleistift entlang dem Ring angezeichnet. Einen Rand zugeben, damit die spätere Sägelinie etwa in der Mitte des Rings liegt. In den oberen Teil (erkennbar am Luftventil) wird mit einer Stichsäge ein ovales Loch eingesägt (Bitte daran denken, dass der Deckel später noch benötigt wird). Oval deshalb, damit später der Deckel eingeführt werden- und von innen das Loch verschließen kann. Der Ring dient als Anschlag für den Deckel und muss daher entsprechend stabil sein um dem Betriebsdruck standzuhalten. Der Ring wird mit dem Behälter in kurzen Abständen verbohrt und anschließend vernietet. Auf der Wasserseite wird ein T-Stück aufgeschraubt, auf dem auf der einen Seite Frischwasser über den Gartenschlauch zugeführt und auf der anderen Seite ein Absperrhahn angebracht wird, der nach dem Pressen das Ablassen des Wassers erlaubt. Der Deckel musste bei mir verstärkt werden, weil er anfing sich beim ersten Pressversuch zu verbiegen. Hier gibt es sicher smartere Lösungen als meine seinerzeit notdürftig eingeschweißten Streben. Nun muss der Metallteil des Fruchtraums mit Kelterlack gestrichen werden, weil Fruchtsäuren den Stahl schnell angreifen. Zum Schluss Schneidet man ein Loch in den Blumentopfuntersetzer im Durchmesser des Tanks und befestigt diesen mit Silikon um den Tank so dass ein Gefälle von ca. 2° entsteht. Am tiefsten Punkt wird die Schlauchtülle angebracht. Man mag die Frage stellen warum den Ring nicht schweißen anstall aufwändig zu vernieten. Nun, das Tankmaterial ist normalerweise kalt verformt und daher versteift. Wird es geschweißt, besteht die Gefahr, dass es weich wird und dem Betriebsdruck später nicht mehr standhält.

 

 



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